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Niederösterreich ist e-Learning-Musterschüler



Über 60 DirektorInnen und Lehrkräfte waren beim Kick-off an der Vienna Business School HAK Mödling




v.l.n.r.: BD Ulrike Schleicher, Dir. Rudolf Neuhold, BSI Doris Wagner, Dir. Brigitte Ribisch,
MR Dr. Christian Dorninger (bm:ukk), Dir HR Dr. Margarete Zelfel, MMag. Ulrike Wiedersich (eLC- Clusterboard), Ing. Oliver Schleicher, Mag. Walter Wegscheider (PH NÖ/D4-Leiter), Karl Schoder (PH NÖ/D4).

>> Info-Folder (pdf)


v.l.n.r.: MMag. Ulrike Wiedersich, Mag. Walter Wegscheider, GR Ferdinand Ruber, STR Verena Schwendemann, BSI Med Doris Wagner, LSI Dr. Wilhelm König, MR Dr. Christian Dorninger

Der Unterricht der Zukunft findet in Niederösterreich schon jetzt statt. E-Learning – elektronisch unterstütztes Lernen – ist aus den Klassen nicht mehr wegzudenken. Vorreiter sind seit 2001 die Schulen des eLearning Clusters. Der Cluster vereinigt die besten Oberstufenschulen im E-Learning-Bereich aus dem ganzen Bundesgebiet. Niederösterreich ist mit zehn Schulen besonders stark vertreten. Zu den langjährigen Mitgliedern - Vienna Business School HAK Mödling,  HTL für Elektrotechnik St. Pölten und den Gymnasien Mödling-Keimgasse und Wr. Neustadt-Babenbergerring - kamen erst im Oktober sechs neue Lehranstalten hinzu. Neben der HAK Laa/Thaya und den HTLs Waidhofen/Thaya und St. Pölten, Maschineningenieurwesen auch die Gymnasien Purkersdorf, Klosterneuburg und Wr. Neustadt-Gröhrmühlgasse. 2008 soll der Cluster um die Tourismusschulen wachsen.

An den eLearning Cluster-Schulen arbeiten die Jugendlichen interaktiv. Sie erstellen z. B. Podcasts. Dabei wird ein Referat oder eine Hausübung als Audiodatei gespeichert und wie eine kleine Radiosendung gestaltet. „Die Schüler lernen dabei gezielt mit ihrer Stimme umzugehen. Vorteil für die Lehrkräfte ist, dass eine Stimme nicht kopiert werden kann und Verbesserungen gleich auf die abgegebene Datei ergänzend gesprochen werden können“, erklärt Professor MMag. Ulrike Wiedersich, E-Learning-Expertin an der Pädagogischen Hochschule in Baden.
Doch den Möglichkeiten sind keine Grenzen gesetzt. Bei E-Testing werden Prüfungen am Computer abgelegt. Die Auswertung erfolgt automatisch und die Note wird sofort zurückgemeldet. Für die Schüler wird die Arbeit auch durch die Internet-Lernplattform Moodle erleichtert. Dort können sie Unterrichtsmaterialien und Zusammenfassungen elektronisch tauschen. Im Rahmen der Plattform ist auch die Erstellung einer persönlichen Homepage, eines E-Portfolios möglich. Neben einem Lebenslauf werden dort die besten Arbeiten jedes Schuljahres präsentiert. Das könnte in Zukunft eine wichtige Schnittstelle zum Leben nach der Schule werden. Firmenchefs und Universitäten können dann  ein umfassendes Bild über potenzielle Bewerber bekommen.

Gab es bisher für die Schulstufen verschiedene Ansätze, wird jetzt in NÖ nach einem einheitlichen Konzept vorgegangen. Gestartet wird mit dem eLearning-Bildungscluster Weinviertel, in dem erstmals viele Schulstufen und –typen in einer Planung zusammengefasst  werden. Von der Hauptschule bis zur Berufsschule wird es ein abgestimmtes E-Learning-Konzept geben. „So sichern wir für unsere Schüler die Qualität des Unterrichts nachhaltig ab“, betont Professor Wiedersich, die den Pilotversuch im Weinviertel gemeinsam mit ihrem Kollegen Karl Schoder, ebenfalls IT-Experte an der PH NÖ, ins Leben gerufen hat. Wenn sich das Projekt durchsetzt, wird schon 2008 jedes niederösterreichische Viertel über einen eigenen eLearning-Bildungscluster verfügen.

Fotos: Willy Kraus
Text: Mag. Robert Wiedersich
04.12.2007